Final Fantasy XIII Review

Bereits im Dezember letzten Jahres fand der Rollenspiel-Epos in Japan den Weg in die Händlerregale. Hierzulande mussten wir uns bis zum 09. März gedulden. Da Final Fantasy XIII neben der PS3 ebenfalls für die XBOX 360 erschien, konnten alle Besitzer der Next-Gen Konsolen in die Welt des Final Fantasy Universums eintauchen. Wir haben die PS3-Fassung etwas genauer unter die Lupe genommen und sagen euch, ob Final Fantasy 13 überzeugt oder in den Weiten des Universums untergeht!

Story
In Final Fantasy 13 stehen zwei Orte im Mittelpunkt. Zum einen wäre da der Planet Pulse, zum anderen die darüberschwebende Stadt Cocoon. Zwischen diesen beiden Orten wütete einige Jahre vorher ein verheerender Krieg und hinterließ ein Bild des Schreckens. Doch irgendwie gelang es Cocoon die Situation wieder ins Reine zu bringen und die Bürger Cocoons zu beruhigen. Jedoch gilt der Ort Pulse für die Einwohner Cocoons für unbewohnbar. Doch wer sorgt nun für das Wohl der Bürger von Cocoon? An diesem Punkt kommen die sogenannten Fal´Cie zum Einsatz. Diese sind so was wie die Hüter Cocoons. Ohne sie wäre ein Leben auf Cocoon nicht möglich. Allerdings ist die Lage alles andere als gelassen. Als man einen Fal´Cie entdeckte, der nicht heimisch zu sein scheinte, beschloss man kurzerhand, die Bevölkerung zu evakuieren.
Auf nach Pulse!
Warum freiwillig nach Pulse? Warum feindlichen Boden betreten, wenn dort ohnehin selbsternannte Monster leben? Tja, einer der Protagonisten aus Final Fantasy 13 versucht alles zu tun um seine große Liebe Serah zu retten. Um dies zu schaffen, ist Snow Villiers kein Risiko zu hoch und reist nach Pulse. Aber auch die anderen Charaktere haben ihre Gründe und begeben sich nach Pulse. Angekommen bei einem Fal´Cie macht sie dieser zu sogenannten L´Cies. Sobald sie dieses Tattoo auf ihrem Körper tragen, rennt ihnen förmlich die Zeit davon. Sollten sie ihrer Bestimmung nicht nachkommen wartet ein schlimmes Schicksal auf sie. Welche Bestimmung jedem zugeteilt wurde, erfährt jeder Protagonist im Verlaufe des Spiels.
Der Wurf ins kalte Wasser
Zu Beginn erfahrt ihr relativ wenig über eure Charaktere und müsst euch Stück für Stück durchkämpfen. Habt ihr aber erstmal ein paar Stunden hinter euch gebracht, erlangt ihr immer mehr Wissen über die nach Pulse gereisten Jungs und Mädels. Wurde ein gewisser Abschnitt erfolgreich gemeistert, erwarten euch oftmals kleine Rückblenden, welche euch näheres über die Charaktere und deren Vergangenheit erzählt. Definitiv ein Pluspunkt, da man so peu á peu in die Story hineinsteigt und bei eventuellen Fragezeichen letzten Endes doch Klarheit herrscht.

Die wortkarge aber dennoch schlagkräftige Lightning

Snow Villiers, Anführer des Teams N.O.R.A, der vor nichts zurückschreckt

Sazh Katzroy ist mit seinem Chocobo in den Haaren unterwegs und immer für einen Spruch gut

Die quitschlebendige Oerba Dia Vanille

Die oftmals kleine Heulsuse Hope Estheim
Mühsam nährt sich
Zu beginn des Spiels zerrt Final Fantasy XIII einige male an den Nerven, da es die ersten paar Stunden ziemlich langweilig abläuft. Ich renne den Weg entlang, mache dazwischen ein paar Kämpfe und schaue mir dann die nette Rendersequenz an. Da die Angriffsmöglichkeiten zu Beginn ebenfalls beschränkt sind, laufen die Kämpfe auch nicht wirklich spektakulär ab.
Hat man sich erstmal bis zu Kapitel 4 vorgedrungen, kommt der Stein solangsam ins Rollen. Klar, im Prinzip zieht sich dieser Verlauf durch das Spiel hindurch aber modifizierte Waffen, neue und stärkere Fähigkeiten verleihen dem Spiel wieder neuen Spielspaß. Nun reicht es nicht mehr aus, lediglich auf die X, respektive die A-Taste, zu drücken und darauf zu warten, dass man den Gegner bezwingt. Auch bieten die gegen Ende kommenden Nebenmissionen etwas mehr Abwechslung. Rückblickend betrachtet hätte ich mir aber wesentlich mehr Freiraum gewünscht sowie auch schon zu Beginn kleinere Nebenquests. Fairerweise muss man allerdings gestehen, dass die Levels ausgezeichnet in Szene gesetzt worden sind.
Das Kampfsystem – Hui oder Pfui?
In Final Fantasy XIII erwartet euch das sicherlich bekannte Active-Time-Battle System. Sobald euer ATB Balken in vollem Blau erstrahlt, könnt ihr euren Angriff ausüben. Einige Angriffe benötigen nur einen Balken, andere wiederum benötigen 2 oder mehr. Im Verlauf des Spiels bekommt ihr mehr Balken dazu, welches euch gleichzeitig verschiedene Attacken ausführen lässt. Nun bedarf es nur noch einer Zielsetzung und schon kann die Prügelei losgehen!
Ein weiterer Begleiter im Kampf sind die sogenannten Paradigmen. Dies ist nichts anderes als eine Art „Rolle“, welcher euer Charakter einnehmen kann. Wenn ihr gegen einen hartnäckigen Gegner bestehen wollt, solltet ihr also immer vorher eure verschiedenen Paradigmen zu Recht legen. So benötigt ihr im Kampf z.B. einen Brecher der für die harten Schläge zuständig ist, einen Augmentor, der beispielsweise euren Schutz erhöht oder einen Verheerer, der mit magischen Angriffen auftrumpft. Die Fähigkeiten eines Heilers sollte man angesichts der gegnerischen Attacken ebenfalls nicht außer Acht lassen.
Auch die Esper sind in Final Fantasy 13 wieder vertreten. Nachdem ihr mit eurem Charakter gegen einen solchen Esper gekämpft habt dürft ihr diesen euer eigen nennen. Um ihn zu besiegen müsst ihr seine Metamorphose-Leiste auffüllen und zeitgleich die „Viereck“- bzw. „X“- Taste drücken. Nun folgt eine kurze Sequenz indem sich der Esper transformiert. Von da an steht er euch zur Verfügung und kann, je nach Anzahl der sogenannten Meta-Punkten, eingesetzt werden.
Im Großen und Ganzen konnte mich das Kampfsystem wirklich überzeugen. Dank den Tutorials ist es selbst für Einsteiger kein Problem auf Anhieb mit Final Fantasy XIII zu Recht zu kommen.

Grafik & Präsentation
In Sachen Optik hat sich Square Enix definitiv nicht lumpen lassen und bietet mit Final Fantasy XIII eine wunderschöne Optik. Die Hauptcharaktere sehen gut aus und auch die Umgebung ist liebevoll detailliert und weiß zu gefallen. Aber auch hier gibt es ein paar Schattenseiten in Form von matschigen Texturen, die jedoch den Gesamteindruck keineswegs trüben. Die Animationen wirken glaubhaft und spiegeln die momentane Gefühlssituation der Charaktere wirklich gut wider. Die ingame Grafik von FF13 ist ja schon toll aber die Cutscenes legen noch mal eine gewaltige Schippe drauf! An vielen Stellen habe ich mich einfach in meiner Couch zurückgelehnt und die ablaufende Szene genossen.
Auch in Punkto Menüführung kann ich keine Kritikpunkte erwähnen. Das Menü hält sich schlicht bedeckt und ohne große Umwege kommt man an den Punkt, an den man auch möchte.
Der Ton macht die Musik
Wo wir dann auch schon beim musikalischen Part von Final Fantasy XIII wären. Was den Ton angeht, machte Square Enix ebenfalls einen guten Job. Die Musik passt sich der jeweiligen Situation an und wirkt nicht zu übertrieben. Eigentlich stehe ich ja mehr auf Action aber die Musik von Final Fantasy XIII war für meine Ohren ein wahrer Genuss. Während die europäische Fassung mit dem Titelsong My Hands von Leona Lewis ausgestattet ist, bringt die japanische Fassung das von der japanischen Popsängerin Sugawara Sayuri gesungene Kimi Ga Iru Kara mit sich. Hier lässt sich zwar darüber streiten welcher Titel besser zu dem Final Fantasy Titel passt, aber auch hier gilt: Geschmacksache.
Deutsche Synchro? Fehlanzeige! Dies empfand ich allerdings nicht als schlimm, da die englische Synchro sehr stimmig ist und ihre Sache gut macht. Notfalls gibt es noch den deutschen Untertitel, der nicht starr 1:1 übersetzt wurde. Gut so!

Fazit
Final Fantasy XIII bietet eine super Inszenierung und unterstreicht diese auch mit der visuellen Komponente. Die Story ist super erzählt und die Charakter passen meiner Meinung nach wie die Faust aufs Auge. Selbst wenn mich ein Hope anfangs doch etwas genervt hat, fügt er sich Rückblickend betrachtet sehr gut mit ein. Mein größter Kritikpunkt liegt ganz klar an der zu eingeengten Spielewelt. Hier hätte ich mir mehr Freiraum gewünscht und Nebenquests waren, abgesehen von den letzten Kapiteln, ebenso absolute Mangelware. Nichts destotrotz ist Final Fantasy XIII ein weiteres Topspiel im noch jungen Jahr 2010 und fesselt einen viele Stunden vor den heimischen Fernseher.
Popularity: 1% [?]











12 Apr 2010, 7:49 pm
Ich hab jeden der Vorgänger gespielt von Teil 1 weg.. aber der hier liegt seit dem kauf und ca 5 Spielstd im Schrank und staubt ein.
Kam mir leider fast schon unnütz vor als Spieler *g
Eine herbe Entäuschung für mich jedenfalls.
12 Apr 2010, 9:18 pm
Ich hab die früheren Teile nie wirklich ausgiebig gezoggt. War da wohl auch noch etwas zu jung dafür *g* Hatte also keine hohen Erwartungen an das Spiel. Anfangs fand ich es auch eher öde als spannend und unterhaltsam. Aber wiegesagt, nach Kapitel 4 kam bei mir der Spielspaß wieder zurück.
Gab ja schon vor Release geteilte Meinungen. Kenne viele, die es ebenfalls nicht mögen – andere wiederum finden es geil.
Wo befindest dich denn gerade in FF 13?
Gruß Jogy
12 Apr 2010, 10:36 pm
Sehr schöne Review. So muss das sein!
13 Apr 2010, 12:04 pm
Hmm.. da muss ich glatt nochmal überlegen *g
Snow buddelt grad auf Pulse im Eis an seiner verlobten alleine rum und ich bin davon.
Denke das ist noch nen gutes Stück bis Kapitel 4.
Es wird sicher ne sehr geteilte Fangemeinde haben. verkaufen wirds sich trotzdem super..allein wegen der Vorbestellungen. Am Ende meinen Sie noch, dass das Konzept richtig war, das Gameplay kürzen zu müssen, weil die 200 Grafiker nur mit Sequenzen beschäftigt waren *g
Ich werds denk’ ich erst weiterspieln wenn ich nen PlasmaTV hab oder meine neuen Monitore kommen. Dann hab’ ich wenigstens was fürs Auge..hrhr
13 Apr 2010, 5:21 pm
9.4 kann ich nicht ganz teilen hab mir einge Videos angesehen und fand, dass das Spiel ziemlich langweilig aussieht. Hauptsache alle helden sehen wieder total sch**** aus und die erst beste Helding wie Riona
! 200 grafiker und null Spieledesigner? Mich freut es das so viel spaß hattest, ich für meinen Teil zocke nur noch CRPGs, ob ich zu mindest bei DQ6&9 für den DS schwach werden könnte.
13 Apr 2010, 7:09 pm
Ach was ich mal noch erwähnen könnte:
Das Review ist gut gemacht
Hab auch grad angefangen am Monitor weiterzuspieln.. mal sehn *g
25 Mai 2010, 10:20 pm
Eifach nur gigantisch, bammmmmm.