Kim Schmitz ist nach langer Zeit mal wieder im Knast. US-Behörden haben Megaupload, sowie alle damit zusammenhängenden Dienste geschlossen und Kim Schmitz und weitere Mitarbeiter verhaftet. Kim Schmitz soll rund 175 Millionen Dollar mit seinem Dienst verdient haben.
Der Grund für die Verhaftung und Schliessung sind weitreichende Urheberrechtsverletzungen. Man wirft Schmitz und seinen Firmen vor, für Onlinepiraterie zahlreicher urheberrechtlich geschützter Werke in großem Ausmaß verantwortlich zu sein. Ein Schaden von rund 500 Millionen US-Dollar soll entstanden sein.
Kim Schmitz war schon damals mit den deutschen Behörden aneinander geraten und sass im Gefängnis. Danach flüchtete er ins Ausland und gründete später MegaUpload. Schmitz zeigte sich damals gerne im TV und gab sein Geld offen für Spass-Aktivitäten und Luxus aus.
Laut Golem sind auch neben Kim Schmitz sind auch die in Deutschland wohnenden Finn Batato (Chief Marketing Officer), Sven Echternach (Head of Business Development), Mathias Ortmann (Chief Technical Officer und Mitgründer), der in der Slowakei lebende Julius Bencko (Grafikdesigner), der Este Andrus Nomm (Leiter der Softwareentwicklung) und der für die Netzwerkstruktur verantwortliche Niederländer Bram van der Kolk angeklagt.
AUsserdemm wurden mehr als 20 Hausdurchsuchungen in acht Ländern durchgeführt. Alles wurde beschlagnahmt: Server, Domains und Besitz im Wert von 50 Millionen US-Dollar.
Megaupload.com hatte mehr als 1 Milliarde Visits, über 150 Millionen registrierte Nutzer und circa 50 Millionen tägliche Besucher. Das Ganze wurde mit Werbung und Premium-Diensten finanziert. Angeblich soll MegaUpload für besonders geschützte Werke Uploader bezahlt haben, damit MegaUpload auch weiterhin interessant bleiben würde.
Nach der Schließung mischte sich nun auch Anonymous ein. Das Kollektiv strafte es diversen Websites von FBI, Justizministerum, der Musik- und Filmindustrie und Plattenfirmen mit DDOS-Attacken ab. Laut Anonymous war dies der grösste Angriff überhaupt:
“Der größte Angriff von Anonymous überhaupt – 5.635 Leute haben bestätigt, #LOIC zu nutzen, um Seiten in die Knie zu zwingen”
Die Operation “#OpMegaUpload” war angeblich ein grosser Erfolg. Innerhalb 20 Minuten wurden 10 Webseiten lahmgelegt, darunter die Websites Justice.gov des US-Jusitizministeriums, der MPAA.org der US-Filmindustrie und der US-Musikindustrie RIAA.org, Universalmusic.com, FBI.gov, Copyright.gov, Chrisdodd.com, die Websites des ehemaligen US-Senatores und derzeitigen Vorsitzenden der MPAA, Whitehouse.gov, usdoj.gov, WMG.com und BMI.com.
Dies wird sicher kein Einzel-Angriff bleiben. Den Angeklagten drohen übrigens wegen verschiedener Vergehen jeweils 5 bis 20 Jahre Haft.
Und wer gibt mir nun mein Geld für meinen Premium-Account zurück?
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