Review: Magicka (PC)

magicka

Eigentlich sollte ein Spiel nach zehn Patches fehlerfrei laufen, doch Magicka tut dies leider nicht. Da ich allerdings lange genug Rücksicht genommen und gewartet habe bis das Spiel akzeptabel funktioniert schreibe ich nun doch die Review.

magicka

Story

Die Hauptkampagne erstreckt sich über dreizehn thematisch variierende Abschnitte. Diese kann man alleine oder im Coop spielen. Die schwedischen Arrowhead Game Studios haben ihrem Spiel eine durchgehende Storyline verpasst. Es fängt harmlos mit einer Party ein, bei dir wir durch den Boden krachen und uns durch den ersten Dungeon (Keller) kämpfen müssen und nach und nach die Zauber kennenlernen. Danach werden wir auf eine lange Reise geschickt. Die Aufgabe ist es den einst verstoßenen Zauberer Vlad (der im Übrigen kein Vampir ist) aufzuhalten. Dessen Monsterhorden der Finsternis fallen über Midgard her. Zeit für magische Heldentaten.

Die Story setzt sich aus nordischer Mythologie und Fantasy-Standards zusammen. Darin viele Zitate und Gags aus „Star Wars“, „Star Trek“, „WoW“, „Warhammer“ oder „Monty Python“. Es wird viel durch den Kakao gezogen – sei es Filme oder Spiele.

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Gameplay

„Magicka“ ist ein „Diablo“-Klon per exellence. Man steuert einen zipfelmützigen Zauberknilch in der isometrischen Perspektive über bunte Karten und brutzeln alles zu Monsterbrei.

Wichtigstes Element sind die Zaubereffekte. Dabei stehen einem die verschiedenen Elemente wie Feuer, Wasser, Luft, Erde, Schild, Leben, Eis, Strom und Energie. Diese kann man frei kombinieren. Bis zu fünf Elemente lassen sich in einem Zauberspruch verbinden. Die meisten Zauber lassen sich – in der Form von Projektilen, Blitzen, Strahlen oder Flächeneffekten – aber nicht nur auf Monster oder die Umgebung wirken, sondern auch auf die Teamkameraden. Friendly Fire sozusagen. Also sollte man aufpassen. Strom leitet sich auch in nahestehenden Kameraden und so trifft man diesen auch ausversehen mal.

Man findet man zudem immer wieder Zauberbücher, die die erforderlichen Kombinationen für klassische Sprüche wie zum Beispiel Wiederbelebung enthalten.

Gesteuert wird mit der Maus. Die AWD Tasten sind mit den Elementen belegt.

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Grafik

Die Grafik ist bunt und passend zu Magicka. Sie ist simpel und kommt ohne grossen Grafikeffekte aus. Ein- und Auszoomen war nicht möglich. Schade, auch das hätte man sich gewünscht oder sähe bestimmt nicht schlecht aus. Dafür lockt die Welt mit vielen Details, Flora und Fauna sind stimmig und es gibt viele eingebaute Witzigkeiten (zb ein Warhammer bei einem Laden Namens Grams Workshop).

Sound

Die Sprachausgabe von dem Spiel ist etwas gewöhnungsbedürftig aber auch witzig. Ist es Schwedisch oder Transylvanisch. Man weiss es nicht. Die Sprache ist auf jeden Fall nicht englisch und schon gar nicht deutsch. Dafür untertitelt. Dennoch klingen manche Wörter sehr witzig.

Die Musik und der Sound sind ebenfalls passend. Die Musik wirkt auch nicht nervig.

3D

3D funktionierte leider nicht. Keine Ahnung woran das gelegen hat, aber mit dem Nvidia 3D Vision Kit funktionierte kein 3D.

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Fazit

Scharf am Award vorbei. Als ich Magicka das erste Mal spielte, war ich gewillt dem Spiel einen Award zu geben. Es war innovativ und am Mainstream vorbei. Aber bei den Bugs und das der Coop-Modus immer noch nahezu unspielbar ist, hindern mich dies zu tun. Man hätte dem Spiel noch Zeit schenken sollen. Das Spiel hat Potenzial, es ist witzig, die Grafik passt, aber die Bugs trüben den Spielspass ungemein. Und so kann ich dem Spiel weder gute Wertung, noch einen Award geben. Gerade bei dem Spiel bin ich sehr enttäuscht. Man sollte nie, auch nicht auf Druck, so handeln wie es die grossen Publisher machen: Erst releasen, dann patchen. Das Spiel sollte zumindest eine spielbare Qualität aufweisen. Und diese Qualität hat Magicka selbst nach dem zehnten Patch noch nicht erreicht.

Der Preis mindert den Schmerz. 10 Euro sind in Ordnung und wer Singleplayer-Spass möchte, kann beruhigt zuschlagen. Alle Coop-Fans, wie ich, sollten lieber auf weitere Patches warten.


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